Sonne und Eis Teil II

Von Franz (Fotos) – Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, dass man es als Rentner doch ganz schön gut hat, zumindest, wenn die Gesundheit mitspielt. Also genieße ich den zweiten Tag in Folge das wunderbare winterliche Wetter mit Rauhreif. Diesmal umrunde ich zuerst den Dortmunder Phoenixsee und schaue, ob es neue Wintergäste gibt. Ein kleiner Teil des Sees ist mit einer dünnen Eisschicht bedeckt. Falle für eine Möwe, die ins Eis einbricht und sich auf die „Nase“ legt. Reiherenten treiben auf dem Wasser. Mit ihren gelben Augen sehen sie ganz schön frech aus. Aus den Sträuchern am Radweg klingt Gezwitscher. Haussperlinge tummeln sich in den weiß gepuderten Zweigen.

Eisvogel im Schilf

Am Rand des östlichen Stegs sitzt ein Eisvogel im Rauhreif. Leider habe ich meine Kamera nicht schnell genug griffbereit, sie steckt noch in der Fahrradtasche. Schade! Aber trotzdem ein wenig Glück gehabt. Der Eisvogel hat sich nahe beim Steg im Schilf niedergelassen. Genau ein Foto gelingt und schon fliegt er pfeilschnell etwas weiter in den Schilfgürtel. Die orange Brust kann man aus der Entfernung noch erkennen. „Mein“ erster Eisvogel direkt am Phoenixsee. An der nordöstlichen Aussichtsplattform vergnügt sich ein Rohrammer an den vereisten Samenständen im Schilf. Offensichtlich zieht sie die Rispen durch ihren Schnabel und „erbeutet“ so den Samen. Pfiffig!

Weiße Skulpturen und Perlenschnüre

Ich bin auch pfiffig und fahre in Richtung Rombergpark über Phoenix West weiter. Hinter der Brücke über die B54 überrascht eine verzauberte Winterlandschaft. Die Feuchtigkeit vom Schondellebach und der nahen Emscher hat zu einer dicken Schicht Rauhreif auf Sträuchern, Bäumen, Stauden und Blättern gesorgt. Die Blütenstände der Wilden Karde stehen wie Skulpturen im Weiß.  An Spinnenfäden, die von Blättern und Zweigen hängen, haben sich Eiskristalle gebildet. Aus Spinnenfäden werden Perlenschnüre. Tolle Metamorphose! Vor soviel Schönheit verneigt die Skulptur von Holzbildhauer Bernd Moenikes demütig ihr Haupt. Schade, dass der Zauber wegen steigender Temperaturen schon bald wieder verschwindet.

 

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