Ungewöhnliches Farbenspiel

Von Franz (Fotos) – Erst hatte ich kein Pech, dann kam auch noch Glück dazu. So kann man mit der umgewandelten Fußballerweisheit beschreiben, wie ich mich an meinem neuen Lieblingsplatz im Rombergpark gefühlt habe. Ein Kollege vom Nabu hat mir von Haubenmeisen erzählt, die er an einem Platz unter Tannen in der direkten Nachbarschaft des Staudengartens, schon häufiger beobachtet hat.

Der Punker unter den Vögeln

Schon am nächsten Tag suche ich diesen Platz auf. Besucher des Rombergparks haben hier Futter für Vögel und Eichhörnchen auf großen Felsen ausgelegt. Mehrere Blau- und Kohlmeisen fliegen diese Futterstelle an. Aber wo bleibt die Haubenmeise. Gartenbaumläufer, Eichelhäher und Rotkehlchen müssen zunächst als Fotomotiv herhalten. Dann ist sie plötzlich doch da. Die Haubenmeise sitzt in einer Tanne und sondiert die Lage. Blitzschnell holt sie sich einen Futterhappen und fliegt schnell wieder ins Gebüsch. Mit ihrer schwarz-weißen Haube sieht sie ein wenig wie ein Punker aus. Wer hat sich das nur wieder ausgedacht?

Leuchtender, buschiger Schwanz

Auf der angrenzenden Wiese wuselt ein ungewöhnlich aussehendes Eichhörnchen hin und her und versteckt wohl Hasel- oder Walnüsse für die härteren Zeiten im Winter. Es hat einen weißen Streifen im buschigen Schwanz und sticht damit deutlich aus der „Masse“ der anderen Eichhörnchen heraus. Später entdecke ich noch ein dunkler gefärbtes Eichhörnchen mit einer kleineren weißen Stelle am Schwanz, möglicherweise ein Elternteil. Ich setze mich auf einen Baumstamm. Schon kommen hungrige und neugierige Eichhörnchen ganz nah heran und erwarten wie von vielen anderen Besuchern des Rombergparks Futter von mir. Hab ich aber gar nicht dabei. Dafür wird mein Hunger nach schönen Tierfotos zur Genüge gestillt. Die Kamera halte ich in Bodennähe und die Nimmersatten kommen bis auf 20-30 cm heran. Auf diese Weise kann ich den „putzigen Tierchen“ wunderbar ins Gesicht mit den langen Schnurrhaaren schauen.

Gelber Wippsteert

So, genug Fotos beisammen. Auf dem Rückweg schaue ich noch am großen Teich mit der gerade schmelzenden Eisfläche vorbei. Vom rund gemauerten Aussichtsplatz schaue ich über den Teich. Direkt vor mir läuft auf dem Eis eine Gebirgsstelze auf der Suche nach Essbarem. Ein wunderschön gelb leuchtender und schwanzwippender Vogel (Wippsteert auf plattdeutsch). Wie war das noch mit dem Pech und dem Glück?

 

 

 

 

 

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