Glück und Unglück

Von Franz (Fotos) – Glück der Wanderer in der erblühenden Westruper Heide bei wunderschönem morgendlichen Sonnenlicht, Unglück an der Stever zwischen Hullerner- und Halterner Stausee, wo tausende Fische gerade jämmerlich ersticken.

Martin war schon seit Urzeiten nicht mehr in der Westruper Heide und Fred kannte sie gar nicht. Ich bin hocherfreut, dieses Kleinod meinen Wanderfreunden zeigen zu können. Wir haben einen wunderschönen Sommermorgen erwischt. Die Heide blüht prächtig rosafarben. Der Himmel über uns strahlend blau – besser geht es kaum. Wir kommen kaum vorwärts, weil es so viel zu bestaunen und zu fotografieren gibt. Eigentlich müssten wir den ganzen Morgen hier verbringen. Wir laufen noch durch den dichten Wacholderwald. Glitzernde Tautropfen hängen an den Wacholderbeeren. Durch die engen Stellen winden wir uns, um nicht klatschnass zu werden. Was für ein Naturerlebnis!!!

Fischsterben in der Stever

Weiter geht es zum Halterner Stausee mit seinem schönen Uferweg bis zur Mündung der Stever in den See. Hier genießen wir am Bootsverleih einen Eiskaffee und laufen anschließend zum Uferweg der Stever. Erst staunen wir über die schönen Spiegelungen auf der glatten Wasseroberfläche. Aber schon jetzt hängt uns ein markanter Fischgestank in der Nase. Und dann sehen wir die Ursache. Tausende Fische ersticken gerade jämmerlich. Der Sauerstoffgehalt der langsam fließenden Stever ist einfach zu gering. Die Gelsenwasser AG hat zwar noch mit einer Sauerstoffzufuhr versucht das Unglück abzuwenden, aber leider ist das nicht gelungen. Die Wasserpflanzen verbrauchen über Nacht zu viel Sauerstoff. Wir laufen auf dem wunderschönen Uferweg schnell bis zum Hullerner See weiter. Die Qual der Fische tut uns unendlich leid.

Ein Schlenker über Streuobstwiese

Am Hullerner See machen wir auf einer Bank mit schönem Seeblick Pause. Weiter geht es durch den westlichen Teil von Hullern. Wir wollen von hier zurück zum Wanderparkplatz an der Westruper Heide. Meine Planung sieht einen direkten Weg südlich der B58 vor. Ein älterer vor seinem Haus sitzender Herr, meint aber, daß wir uns südlich bis zum Friedhof an der Westruper Straße halten müssen. Ich kann das noch nicht so recht glauben und so laufen wir auf meiner geplanten Route weiter. Mit einem kleinen Schlenker über eine Streuobstwiese, vorbei an einer alten Schwengelpumpe und hohen Maisfeldern gelingt die Routenführung. Bevor wir den Parkplatz erreichen, laufen wir schließlich noch durch das kleine östliche Teilstück der Westruper Heide. Das Unglück in der Stever hat der ansonsten wirklich tollen Tour aber leider seinen Stempel aufgedrückt.

Nachtrag: Jetzt noch ein paar Fotos, die bei einem Spaziergang am Wochenende in der Westruper Heide entstanden sind.

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