Betteln nach Futter

Von Franz (Fotos) – Mitte April bei den Wasseramseln an der Hönne in Fröndenberg, wo unter der Brücke der Straße Abtissenkamp reger Flugbetrieb herrscht und die fleißigen Singvögel reichlich Futter für die Jungtiere herbeischaffen. Ein dicker Ast und ein Felsen dient als Landeplatz. Von hier fliegen die Eltern steil hinauf zum Nest, das für den Beobachter nicht einsehbar ist, im Schnabel Köcherfliegenlarven, Flohkrebse, Schnecken oder sogar kleine Fische, die sie tauchend am Grund der Hönne gejagt haben. Viel Arbeit für das Elternpaar.

Bettelrufe der jungen Wasseramseln

Die Jungtiere sind Nesthocker und verlassen ihr Zuhause nach etwa 24 Tagen. Also bin ich vor ein paar Tagen wieder zu Besuch bei der jungen Familie. Schnell erkenne ich die mittlerweile flüggen Jungtiere, die an verschiedenen Stellen auf kleinen Felsen, einem Ast oder am Ufer sitzen und immer wieder mit weit aufgerissenem Schnabel nach Futter rufen. Aber ich bin vielleicht schon ein paar Tage zu spät dran. Die Eltern reagieren nicht mehr richtig auf die Hungerschreie und geben den Jungen zu verstehen, dass sie gefälligst selber für ihr Essen sorgen können. Das machen sie auch schon recht gekonnt im seichteren Gewässer, wo sie noch stehen können und nur mit dem Kopf unter Wasser suchen müssen. Trotzdem betteln sie immer wieder lautstark und manchmal können Mama und Papa wohl nicht widerstehen und stopfen doch noch Futter in die weit geöffneten Schnäbel. Die fürsorgliche Arbeit der Eltern wird vorläufig nicht enden, denn sie werden noch eine zweite Brut bis in den Juli hinein aufziehen. Viel Glück dabei!

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