Dies und das aus der Vogelwelt

von Franz (Fotos) – Einer der Vorzüge des Winters ist: die Bäume tragen kein Laub und die Singvögel, die hier überwintern, sind viel besser zu beobachten. Also bin ich mal wieder zum Vogelparadies Röllingwiese an der Ruhr in Schwerte gefahren. An der Beobachtungsplattform haben Mitglieder des NABU Schwerte Futterhäuschen aufgehängt und hier herrscht ein reges Treiben von Buchfink, Buntspecht, Gartenbaumläufer, Rotkehlchen, Schwanzmeisen und Kleiber. Auf dem gefrorenen Teich läuft eine Gebirgsstelze.

Ein Nutria schlittert über das Eis und lässt sich in ein Eisloch fallen. Das Wasser ist wohl wärmer als die Außentemperatur. Das Problem ist nur, wie kommt man wieder auf das Eis. Das ist jedenfalls nicht ganz so einfach. Immer wieder bricht das Eis. Dann taucht eine Nutriamutter mit ihrem Jungen auf, sie schwimmen ein kleines Stück und versuchen auch aufs Eis zu gelangen. Dem Jungtier, es wiegt wohl deutlich weniger, gelingt es relativ schnell. Muttern klammert sich kurz mit den Zähnen am Schwanz ihres Jungen fest und will sich auf das Eis ziehen lassen. Die Zugmaschine ist dafür aber nicht start genug. Witzige Szene!

Weiter geht es zu den Wasseramseln an der Hönne bei Fröndenberg. Eine Wasseramsel lässt sich kurz auf einem Bein stehend am Ufer blicken, fliegt dann aber 60-70m flussabwärts und sucht dort im Wasser nach Futter. Die Strömung ist wohl im Moment in der Nähe der Brücke, die als Beobachtungsplatz dienen kann, etwas zu stark. Auf einer Streuobstwiese nebenan zeigen sich dann noch Wacholderdrosseln und Grünfinken. Na, das hat sich doch gelohnt.

Zwei Tage später habe ich dann noch dem Phoenixsee in Dortmund einen Besuch abgestattet. Große Teile des Sees sind inzwischen zugefroren. Auf der eisfreien Fläche tummeln sich über hundert Blässhühner, ein Schwanenpaar, Haubentaucher und einige Reiherenten. Auf dem Rückweg sehe ich an der B54 einen Silberreiher in einer Baumspitze. Es sieht so aus, als beobachte er den Verkehr unter sich. Im Hintergrund ist die Westfalenhalle zu erkennen. Glück gehabt!

 

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