Der Königssee – ein Paradies

Von Franz (Fotos und Text) – Nach Besteigung des Hochkalter und der Überschreitung des Watzmanns haben wir uns eine Erholungspause verdient. Es war zwar nicht so geplant, wir wollten ja nach der Watzmannüberschreitung und einer Übernachtung in der Wimbachgrieshütte weiter ins Steinerne Meer. Leider hat uns die Hütte nicht aufgenommen und wir mussten nach Ramsau weiter wandern. Nach einer Nacht in der Jugendherberge Berchtesgaden (empfehlenswert) haben wir uns deshalb zum Abschluss einen wunderschönen Tag am Königssee gegönnt.

Nebel über dem Königssee

Und Deutschlands „schönster See“ zeigt sich von seiner paradiesischen Seite. Über uns blauer Himmel –  auf dem See liegt noch der Morgennebel. Skurril: vor der Anlegestelle der Elektroboote marschieren Gebirgsjäger auf, die auf der Halbinsel St. Bartholomä vereidigt werden sollen. Wir besteigen das älteste Boot der Königsseeflotte von 1909 und gleiten in den Nebel hinaus. Schade, dass ein Kleinkind sich gar nicht beruhigen lässt und immer wieder laut in die beeindruckende Stille hineinschreit. Kann man nichts machen. Auf der Westseite des Sees vor einer Steilwand lässt unser leider häufig alberner Königsseeerklärer die Trompete erklingen und ein eindrucksvolles Echo schallt mehrfach wieder.

Der Königssee gilt mit seiner sehr guten Wasserqualität als einer der saubersten Seen Deutschlands und bezaubert mit seiner smaragdgrünen Farbe. Er erstreckt sich über acht Kilometer und ist an seiner tiefsten Stelle 192 Meter tief. Daher ist er auch ziemlich kalt. Aber dazu später.

Legendäre Ostwand

Immer wieder lichtet sich der Nebel ein wenig und lässt Blicke auf die umgebende Bergwelt zu. Auch der Watzmann taucht bei St. Bartholomä aus dem Nebel auf. Grandios. Wir fahren bis zum südlichen Ende des Königssees und wandern wunderschön entlang des Obersees bis zur Fischunkelalm und genießen den Blick über den Obersee auf den Watzmann und seine legendäre Ostwand.

Eiskaltes Bad

Danach ein erstes Bad im eiskalten Wasser. Ein paar Schwimmzüge und schnell wieder raus. Aber wir haben ja einen wunderbar warmen Spätsommertag erwischt. Gemütlich laufen wir zurück zum Königssee und genießen im Biergarten der Saletalm unser Mittagsmahl. Zurück geht es mit dem Boot bis nach St. Bartholomä. Schon jetzt lange Schlangen von abreisewilligen Besuchern am Steg. Wir laufen aber durch einen geheimnisvollen Wald bis zu einem feinkieseligen Strand und wagen uns noch einmal ins smaragdgrüne Nass. Es ist gar nicht so kalt wie befürchtet und wir können doch mehr als nur einige Schwimmzüge machen. Wir genehmigen uns ein paar Schlucke vom sauberen Wasser in Trinkwasserqualität. Die beeindruckende Stille am Königssee lässt uns zur Ruhe kommen und wir lassen die Seele am Ufer baumeln.

So geht unsere Bergsteigerwoche im Berchtesgadener Land mit großen Glücksgefühlen zu Ende.

Franz_Autor

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