Von Franz – Kindheitserinnerungen vom Laufen durch raschelndes Laub werden wieder wach. So ist das mit dem Älterwerden. Vieles aus der Jetztzeit vergisst man relativ schnell, während Schlüsselerlebnisse aus der Frühzeit des eigenen Erlebens wieder präsent werden. Was haben wir am früheren Zuhause, einem Mühlenhof in Datteln, Laub geharkt oder Laub harken müssen. Summasummarum aber sehr schöne Rückblicke. An die Wanderung, die Martin sich ausgedacht hat, werde ich wohl auch sehr gerne zurückdenken.
Schlurfende Wanderschuhe
Vom Lenneufer in Hohenlimburg laufen wir bei herbstlichem Kaiserwetter über die Kaiserstraße zur Jahnstraße. Jetzt wird es steil. Über uns steht der Wasserturm von 1885, ein achteckiger Turm aus gelben und roten Ziegeln. Er war einmal ein Aussichtsturm, befindet sich jetzt aber im Privatbesitz. Die Boeingstraße endet und ein erster schöner Pfad beginnt, der aber nicht immer gut unter dem vielen Laub zu finden ist. Wir überqueren den Hohenlimburger Höhenweg und finden direkt gegenüber den Einstieg in einen wunderschönen Kammweg. Jau, Martin und ich sind findige Menschen, immer auf der Suche nach schönen Pfaden. Und der ist wirklich schön mit einem tollen Blick auf das Schloss im Gegenlicht und weite Sichten bis zum Pumpspeicherwerk am Hengsteysee und dem „Ardeygebirge“. Unsere Wanderschuhe schlurfen durch das Herbstlaub und erzeugen das herrliche Rascheln, das wir beide so an den Herbstwanderungen lieben. Über uns noch die herbstlich gefärbten Restblätter an den Buchen und Eichen.
Traumpfad
Leider hat auch der schönste Pfad mal ein Ende und wir treffen auf den deutlich breiteren Plackweg. An seinem Wegesrand finden wir einige wunderschöne Wesen, Pilze, die ich leider nicht bestimmen kann, die mich aber wegen ihrer Schönheit faszinieren. Ein weiter Blick ins Holthauser Bachtal, dann geht es weiter auf dem Dahler Höhenring durch die Bauernschaft Hunsdiek. Jetzt folgen wir dem Gersteinweg durch Brechtefeld, großartige Fernblicke entschädigen für das asphaltierte Teilstück unserer Wanderung. Bunte Lärchen am Wegesrand, ein Blick auf Hohenlimburg und dann folgt der schönste Teil unserer Herbstwanderung. Wir biegen auf einen Pfad ab, der sich durch Eichen und dann durch niedrige Birken hindurchschlängelt. Mannomann Martin, besser geht es kaum. Dann folgt noch ein Blick auf das Schloss Hohenlimburg, leider können wir wegen der Eintrittssperren nicht mehr durch die Tore schauen. Wir laufen rechts am Schloss vorbei wieder zur Lenneuferstraße. Fazit: Wandeln mit enormem Spaßfaktor!
- Wasserturm in Hohenlimburg
- Das Schloss im Gegenlicht
- Aussichtsbank
- Erster Pfad
- Der Beginn des Kammwegs
- Das Schloss über dem bunten Wald
- Farbenpracht
- Hinten das Pumpspeicherwerk
- Weiter Blick
- Galläpfel
- Filigrane Wesen
- Becherflechte
- Abdruck eines Blattes
- Ein neuer Pfad beginnt.
- Raschelndes Laub
- Kaiserwetter
- Das Holthauser Bachtal
- Hinauf nach Hinsdiek
- Bunte Lärechen
- Hohenlimburg
- Ein Traumpfad
- Das Schloss
- Eintrittssperre

































