Waldbaden in vier Wäldern

Von Franz – Wer hätte das gedacht? Endlich sind wir mit unserem Schlenderer-Blog nach langen technischen Problemen wieder auf Sendung. Deshalb verarbeite ich jetzt nachträglich zwei Touren, die wir im Abstand von fast sechs Wochen durch die südöstlichen Dortmunder Wälder gemacht haben. Im frühen Herbst (Mitte September) erlaufen Markus, Martina und ich die „Vier-Wälder-Tour“ mit Aplerbecker Wald, Sölderholz, Berghofer und Schwerter Wald. Wiederholung mit Martin Ende Oktober. Fazit vorweg: äußerst abwechselungsreich mit tollen Pfaden.

Wandern mit Kennerblick

Startpunkt ist jeweils der Wanderparkplatz am Ausflugslokal Freischütz an der Stadtgrenze zu Schwerte. Wir laufen über die geschwungene Fußgängerbrücke über die B236 und tauchen sofort in die herbstlichen Farben des Aplerbecker Waldes ein. Schöner geht es kaum. Hohe Buchen und bunte Blätter spiegeln sich im Gehrenbach-Teich. Am Waldrand entlang zieht sich der schöne Pfad hoch zur Hüsingheide. Weiße Legehennen erfreuen sich an der wärmenden herbstlichen Sonne und scharren begeistert rund um ihren mobilen Hühnerstall. Hoffentlich bleiben sie von der Vogelgrippe verschont. Am Gut Ostberge genießen wir einen weiten Blick über das nordöstliche Ruhrgebiet bis zur Halde Großes Holz in Bergkamen. Wir laufen über die Felder Richtung Lichtendorf mit einem schönen Fernblick tief ins Sauerland und tauchen bald in das Sölder Holz ein. Martin scannt ständig den Waldboden nach essbaren Pilzen ab. Schön, wenn man einen echten Kenner an seiner Seite weiß. Schnell wird eine Papiertüte mit einem Tintling und Austern-Seitlingen gefüllt, für mich fallen auch noch ein paar schmackhafte Pilze ab. Ein echter Genuss, sowohl das Suchen als auch das Verzehren.

Herbstliches Waldbaden

An der Kleinen Schwerter Waldstraße nimmt uns der Aplerbecker Wald wieder unter sein buntes Blätterdach. Das Laufen unter hohen Buchen und knorrigen Eichen auf schönen kleinen, manchmal kaum unter dem Laub zu findenden Pfaden verursacht körperliches und seelisches Wohlbefinden. „Waldbaden“ ohne Abstriche! Der Weg zieht stetig an der Appelbecke entlang hinauf zur B236, die wir am Freischütz überqueren. Wir cruisen in einer kleinen Schleife durch den Berghofer Wald, laufen am Schwerter Fernsehturm vorbei und tauchen in den Schwerter Wald ein. Dann hat uns der Freischütz wieder. Der Besuch des Biergartens ist Pflicht. Unter gerade noch wärmenden Sonnenstrahlen genießen wir den leckeren Apfelkuchen. Ein schöner Abschluss der Dortmunder Vier-Wälder-Tour mit einer gelungenen 14 km-Wanderung. Wer hätte das gedacht?

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