Schockfoto und Ehrenamt

Von Franz (Fotos) – Eine Erdkröte liegt rücklings tot auf der Dorneystraße in Dortmund – Opfer des Straßenverkehrs bei der zur Zeit stattfindenden Kröten- und Froschwanderung. Das Schockfoto der Kröte nehme ich zum Anlass, um kurz die Arbeit von AGARD http://www.agard.de/826493  in Dortmund vorzustellen. Jedes Jahr vor Beginn der Wanderung zum Laichgewässer von Erdkröten, Grasfröschen, Teich- und Bergmolchen bauen Ehrenamtliche einen Krötenfangzaun im Dorneywald auf. Die Amphibien, die bei der Wanderung in der Nacht die Straße überqueren müssen und Opfer des Straßenverkehrs würden, werden durch den Zaun vor der Straße gestoppt, laufen am Zaun entlang und plumpsen in die in die Erde eingelassenen Eimer. Jeden Abend um ca. 23 Uhr und jeden Morgen kurz vor Sonnenaufgang laufen die ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen den Krötenzaun im Dorneywald ab, sammeln die in die Eimer gefallenen Amphibien ein und tragen sie über die Straßen zum nahe gelegenen Teich. Hunderte von Kröten, Fröschen, Teich- und Bergmolchen werden so gerettet. Eine lohnende Arbeit, die zudem noch ein besonderes nächtliches oder frühmorgendliches Naturerlebnis bietet.

Wanderung eines Kammmolches

Schon mehrfach habe ich die Morgenstimmung nach einer Sammlung zum Fotografieren genutzt. Diesmal waren Martin und ich in den Oeseauen kurz vor Menden. Dort entdeckt Martin einen weiblichen Kammmolch, der sich vom Laichgewässer durch Gras und über Pflanzen und einen Pfad fortbewegt. Die Wanderung des mit bis zu 18 Zentimeter langen Molches habe ich fotografisch begleitet. Hoffentlich habe ich ihn nicht zu sehr genervt, denn ich lag immer wieder dicht vor ihm im Gras gelegen und habe ihn mit der Kamera anvisiert.

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