Die Haard tut gut.

Von Franz (Text und Fotos) – Mir hat die Hitze der letzten Wochen ordentlich zugesetzt und ich habe meine Aktivitäten, zumindest was das Radfahren und Wandern betrifft, beinahe auf Null reduziert. Heute soll die Tageshöchsttemperatur endlich mal wieder bei „nur“ 26 Grad liegen. Martin und ich entscheiden uns für unser Lieblingswandergebiet, die Haard. Wir wollen bei Mutter Wehner starten und nicht wie sonst eine vorher geplante Strecke ablaufen, sondern uns an jeder Wegekreuzung für den „schönsten“ Weg entscheiden. Es soll nur irgendwie zum Stimberg gehen, danach bis zum Gernebach und von dort zurück nach Mutter Wehner.

Auf schönen Wegen

Wir stellen schnell fest, dass es gar nicht so einfach ist, sich für einen Weg zu entscheiden, da die Haard so viele schöne Wege zu bieten hat. Komischerweise laufen wir oft auf schmalen und sandigen Reitwegen, an einem Werktag ohne Pferdegegenverkehr auch kein Problem. Auf der Heidefläche des Stimberg grasen wunderschöne Heidschnucken. Mit ihren schwarzen Beinen und Köpfen und dem grauen Körper sehen sie richtig edel aus, wie Martin meint.

Im Morgenglück

Zum Gernebach laufen wir durch lichte Kiefernwälder und über tolle Pfade mit hohem Farn. Kurz vor dem Jammertal treffen wir auf den Weg „Im Morgenglück“, eine Zustandsbeschreibung für unser Gefühl bei unserer unkomplizierten kleinen Wanderung. Die Messstation des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz, die die Luftverschmutzung und die Auswirkungen durch die Klimakatastrophe dokumentiert, holt uns aber wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Schließlich hat die Dürre der vergangenen Wochen der Natur auch in der Haard arg zugesetzt. Der Gernebach ist aber schon vor Jahrzehnten versiegt und nicht wie so mancher Fluss erst in den letzten Wochen. Ein schöner Pfad führt entlang des Bachtals. Wir finden ein leider geplündertes Wespennest und machen uns schnell „vom Acker“.

Die Haard tut gut

Auf dem Rückweg nach Mutter Wehner entscheiden wir uns dann doch einmal für den „falschen“ Weg, der mitten im stacheligen Brombeergebüsch landet. Nach kurzem Kampf mit den Dornen erreichen wir den breiten Erkenschwicker Weg, den wir natürlich schnell rechts wieder verlassen. Unser Motto ist schließlich das Laufen auf Pfaden. Kurz vor Mutter Wehner füllen wir dann noch unsere Butterbrotsdosen mit leckeren Brombeeren, die bei mir am Abend im leckeren Quark landen und von Martin zu Marmelade verarbeitet werden. Hhhmmm, die Haard hat uns mal wieder gut getan.

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