Balzende Schellenten und fliegende Rohrdommel

Von Franz – Ich kann es einfach nicht lassen!!! Der Phoenixsee zieht mich magisch an. Na ja, eigentlich nicht unbedingt der Phoenixsee, aber das was sich im und über dem Wasser an Vögeln tummelt, übt einen riesengroß Reiz aus. In den vergangenen zwei Tagen sind hauptsächlich die Schellenten und die Rohrdommeln mein fotografisches Ziel gewesen. Und dem Ziel, beide Arten möglichst interessant abzulichten, bin ich ein gewaltiges Stück näher gekommen. Der See hat sich als lohnendes Fotorevier in einschlägigen Kreisen rumgesprochen. Für den östlichen Aussichtssteg könnte zur „Verschönerung der Hörder Innenstadt eine Kurtaxe gefordert werden“, so viele Fotografen/-innen finden sich hier mittlerweile ein. Manchmal ist das hilfreich, wenn jemand etwas entdeckt und den anderen mitteilt. Andererseits lässt durch die vielen Gespräche aber auch die Konzentration nach und das darf sie schließlich nicht.

Kopf in den Nacken und mit Wasser spritzen

Die Schellenten in der Nähe des Yachthafens in einer eisfreien Wasserfläche habe ich allerdings für mich allein.  Jetzt bin ich besonders motiviert und konzentriert, ich möchte unbedingt die schöne Balz der scheuen Vögel erleben. Also setze ich mich ans Ufer, die Kamera im Anschlag. Die beiden Schönen dümpeln in einiger Entfernung am Eisrand entlang. Plötzlich legt der Erpel seinen Kopf in den Nacken mit dem Schnabel nach oben. Mit den Füßen spritzt er Wasser weit hinter sich, dann ertönt noch ein kurzer Ruf, er streckt seinen Kopf weit hoch und die kurze Balz (3-5 Sek.) ist schon beendet. Beeindruckend! Noch zwei Mal wiederholt er die Zeremonie in kurzen Abständen, dann schwimmt das Paar weit hinaus auf den See. Leider sind sie am kommenden Tag verschwunden und ich bin froh, sie noch einmal gesehen zu haben.

Flugschau der Rohrdommeln

So, auf zu den Rohrdommeln. Auf dem östlichen Steg bin ich nun nicht mehr allein. Macht ja nix. Ich setze mich auf die Bank, die Sonne wärmt schön von hinten, und warte ab, was passiert. Die Wartezeit versüsse ich mir mit einigen Fotos vom Silberreiher, der so nah am Steg landet, dass ich ihn nicht komplett auf die Platte bannen kann. Mache ich eben Detailfotos, z.B. von seinen starken schwarzen Beinen. Er steht am Schilfrand und sucht mit langem Hals nach Fressbarem. Es dauert auch gar nicht lang und er verleibt sich einen schönen Happen Fisch ein. Immer wieder scanne ich den Schilfgürtel ab, dann eine Bewegung im Schilf und eine Rohrdommel fliegt am Schilf entlang in unsere Richtung. Ein wenig später (ist es dieselbe?) fliegt eine in die andere Richtung davon. Warten und Quasseln ist wieder angesagt. Da, eine Bewegung im Schilf! Eine Rohrdommel klettert auf Schilfhalmen an den Rand des Schilfgürtels, sucht nach einer vernünftigen Startposition und fliegt los. Ich verfolge sie mit der Kamera, bis sie hinter dem Steg verschwindet. Ein paar schöne Flugfotos sind im Kasten. Gut, dass  ich der Magie des Phoenixsees erlegen bin und wieder hier war.

 

 

 

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