Die Störche sind zurück

Von Franz (Fotos) – Das aktuelle Wetter mit Sturm und viel Regen lässt nicht vermuten, dass der Frühling naht. Die Zugvögel kommen aber anscheinend wegen der Klimaerwärmung schon zwei bis drei Wochen früher zurück als noch vor einigen Jahrzehnten und dieser Winter ist ja nun mal kein „richtiger“ Winter, eher ein vorgezogener April. In den Ahsewiesen südlich der Lippe bei Lippborg sind die Störche wieder eingeflogen. Paare haben sich  gefunden, begrüßen einander laut klappernd, richten kurz ein paar Zweige im Nest und schon geht es zur „Sache“. Es handelt sich vielleicht noch um Paarungen, die den Zusammenhalt sichern, weitere „Geschlechtsakte“ werden sicherlich noch folgen.

Flugschau der Kiebitze und Stare

Die Ahsewiesen gehören zum Netz von Feuchtwiesenschutzgebieten, das das Land Nordrhein-Westfalen 1985 einrichtete. Feucht ist es zur Zeit auf dem Grünland zwischen Röhrichten, Hecken und kleinen Tümpeln in der Ahseaue ohne Ende. Dort, wo bis vor kurzem kleine Teiche waren, hat sich nun eine Seenplatte entwickelt. Hervorragend geeignet für Wintergäste wie das Blesshuhn. Die Feuchten Wiesen sind aber auch Heimat für Zugvögel. So rasten im Moment Hunderte Kiebitze und Stare in der Aue. Immer wieder steigen die beiden Vogelarten gemeinsam in den Himmel auf und sychronisieren ihre Flugbewegungen. Ein echtes Spektakel.

Großer Brachvogel und Fasanen stolzieren durch die Wiesen auf der Suche nach Nahrung. Große Gruppen von Graugänsen knabbern am satten Grün oder dümpeln im Niedermoor der Woeste bei Ostinghausen am östlichen Rand der Ahsewiesen. Um den Kirchturm von Ostinghausen zeigen die Dohlen ihre herausragenden Flugfähigkeiten und werden hier auch wohl nisten.

Balztanz der Haubentaucher

Auf dem Phoenixsee in Dortmund Hörde überwintern Tafelenten. Die Balz der Haubentaucher lässt sich hier wunderbar beobachten. Der männliche Haubentaucher breitet stolz seine Flügel aus und schwimmt auf sein Weibchen zu. Mann und Frau präsentieren ihren Kopfschmuck und führen in einer tollen Choreografie den Balztanz auf. Immer wieder zieht es mich zur Röllingwiese nach Schwerte. Weit entfernt kann ich eine Schellente beobachten. Eichelhäher, Rotkehlchen, Meisen, Heckenbraunellen und Buntspechte lassen sich an der Futterstelle blicken. Im Rombergpark ertönt aus einem kleinen Erlenwald das Gezwitscher von Distelfinken und Erlenzeisigen. Selbst ein Mittelspecht genießt die Samen der Erlenzapfen. Die Vorfreude auf den „richtigen“ Frühling ist jedenfalls bei Mensch und Tier groß.

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