Den Ornithologen sei Dank.

Von Franz – Gut, dass ich immer wieder am Phoenixsee Fachleute treffe, die mir mit richtig viel Kenne auf die Sprünge helfen. Diesmal war es Hartmut, der mir die männliche Bergente vor der Eisfläche gezeigt hat. Dieser in unseren Gefilden seltene Wintergast wäre mir glatt durch „die Lappen“ gegangen, da ich ihn von den ähnlich gefärbten Tafelenten kaum unterscheiden kann. Natürlich, wenn man die Bergente einmal richtig gesehen hat, werden die Unterschiede schon deutlich. Ein dunkel gefärbter Kopf und Brustbereich mit leichtem, dunkelgrünem metallischen Glanz, der hellere weiße Rücken mit feiner wellenartiger Bänderung hebt ihn von der Tafelente mit rostbraunem Kopf und Halsbereich ab.

Eine Bergente wie auf Bestellung

Wenn aber eine einzelne Bergente zwischen vielen Tafel- und Reiherenten schwimmt, bin ich hoffnungslos aufgeschmissen. Dann eben braucht es Ornithologen wie Hartmut, die zielsicher aus dem Gewusel ein Unikat wie die Bergente herausfiltern. Ne, was ist das schön. Die Bergente ist gerade dabei, sich ausgiebig zu „waschen“. Sie taucht mehrmals mit dem Kopf unter, schüttelt sich kurz und beginnt dann mit der Gefiederpflege. Das alles macht sie in relativ guter Fotodistanz. Ein herzliches Dankeschön! Zwei weitere Ornithologen gesellen sich zu uns auf dem Holzsteg östlich vom Yachthafen. Es dauert nicht lang und einer der beiden erkennt doch tatsächlich die schon vor einigen Tagen gemeldete männliche Moorente. Ich habe sie schon gesucht aber wie immer nicht gefunden. Sie hat wohl auf dem Eis gestanden und ist von vorn kaum von einer weiblichen Reiherente zu unterscheiden. Erst als sie sich wieder ins Wasser begibt, ist der weiße Bürzel (eindeutiges Erkennungsmerkmal) zu sehen und dann erkennt auch der Laie (ich) eindeutig die Moorente. Sie schwimmt sehr nah an mir vorbei, steckt dann den Kopf ins Gefieder und beginnt mit einem kleinen Mittagsschläfchen, bevor sie sich mit schnellen Schwimmzügen in die Mitte des Sees entfernt. Fotos, wie auf Bestellung entstehen.

Ein Hahn im Korb

Weit entfernt vor der großen Insel entdecken die beiden Fachleute auch noch einen Zwergsäger. Für schöne Fotos ist der scheue Vogel zwar deutlich zu weit entfernt, aber ein paar Belegfotos „schiesse“ ich natürlich trotzdem. Am Schilfgürtel schwimmen für kurze Zeit drei Schellenten vorbei. Der Mann als Hahn im Korb flankiert von den beiden wunderschönen Weibchen. Ein Eisvogel lässt sich auch wieder blicken und nutzt ein paar Schilfhalme am südlichen Ufer als Ansitz, schön beleuchtet von der warmen Sonne. Fazit: Ein toller Beobachtungsmorgen geht zu Ende und den Ornithologen gebürt ein herzliches Dankeschön.

 

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