Kleiner Aussichtsberg

Von Franz (Text und Fotos) – Über Ostern auf Mallorca, der Kälte in Dortmund entfliehen. Es ist gelungen. Bei 18 Grad und strahlend blauem Himmel herrliches Wanderwetter. Von unserem beschaulichen Badeort Sant Elm, in der südlichen Tramuntana gelegen, wollen wir nach S’Arraco im Landesinneren laufen und auf dem Dorfplatz unser Osteressen genießen. Dann wollen Markus und ich noch den kleinen Riesen Puig d’en Farineta besteigen. Riese deshalb, weil er mit seinen nur 324 Metern trotzdem ein wunderbarer Aussichtsberg ist.

S’Arraco ist mit knapp 800 Einwohnern ein beschaulicher kleiner Ort im Westen Mallorcas. Es liegt in einem fruchtbaren Tal mit vielen Zitronen- und Apfelsinenhainen. Am südlichen Dorfende von Sant Elm an der Bucht Cala es Conills geht es los. Wir wandern um den Puig Blanc Richtung Dorfstraße (Ma 1030), laufen ein kleines Stückchen an der Straße nach Osten entlang und erreichen gegenüber einen kleinen Wirtschaftsweg, der bis zum Friedhof am Coll de sa Palomera führt. Hier beginnt das wunderschöne Tal des Torrent de Ca na Rosa, ein kleiner Bach mit einigen Gumpen, durch das ein schmaler Pfad durch Dissgras und vorbei an blühendem Ginster führt. Vorbei an Wohnhäusern mit blühenden Gärten erreichen wir den Kirchplatz von S’Arraco. Hier haben wir im vergangenen Jahr ein herrliches Ostermahl gegessen. Kleine Enttäuschung, das Restaurant hat ausgerechnet heute geschlossen. Kein Problem, einige Meter speisen wir in toller Atmosphäre bei einem netten Gastwirt.

Tolle Aussicht vom kleinen Riesen

Zurück geht es über ein Teilstück des Fernwanderweges GR 221. Die Gärten rechts und links sind eine wahre Augenweide. Im beschriebenen Bachtal trennen Markus und ich uns von unseren Frauen, die allein nach Sant Elm zurück laufen. Wir wollen ja noch die tolle Aussicht vom kleinen Riesen bewundern.

Durch einen kleinen Kiefernwald, vorbei an beeindruckenden Felsformationen geht es etwa 200 Höhenmeter bergauf. Gelegentlich müssen wir unsere Hände an kleinen Kletterpassagen benutzen. Über einen schrägen Grat erreichen wir den gemauerten Mirrador mit einem 360-Grad-Panorama auf Sant Elm, die vorgelagerte Insel Sa Dragonera, Paguera und die nördlichen Berge des Tramuntana-Gebirges. Beim Blick über die Mauer kann einem schon schwindelig werden, denn es geht bestimmt 100 Meter tief hinunter. Der Gipfel des Mola de s’Esclop, mit seinen fast 1000 Metern Höhe, ist von Wolken umhüllt. Ihn haben wir im vergangenen Jahr bestiegen.

Nee, watt is dat schön!

Herunter geht es über einen Bergpfad, markiert mit einem roten Punkt und Steinmännchen. Auf dem Wirtschaftsweg kommt uns ein kleiner „Mann” entgegen. Er quietscht vor Vergnügen, weil er eine Gumpe des Baches entdeckt hat und dort im Wasser spielen will. Wie schön ist es, wenn Kinder noch so viel Spaß in der Natur haben. Da könnte einem glatt das Herz vor Rührung überlaufen.

Am Friedhof geht es über den Hinweg nach Sant Elm zurück. Wenn wir über die Schulter schauen, können wir noch mal die steile Felswand unseres einmaligen Aussichtsberges bewundern.

Muy bien. Hasta la vista!!!

Franz_Autor

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