Allein auf dem Urwaldsteig

Von Franz (Fotos) – Zwei schöne Tage im tristen November wurden angekündigt. Für Markus und mich das Signal, spontan eine Zweitagestour zu laufen. Ziel war der wunderschöne Urwaldsteig, der entlang der Steilhänge rund um den Edersee verläuft. Wandern auf verschlungenen und schmalen Pfaden – wilde Natur auf Schritt und Tritt im Naturpark & Nationalpark Kellerwald-Edersee (UNESCO-Weltnaturerbestätte).

Wir laufen durch letzte Urwälder, die zu den außergewöhnlichsten Wäldern Deutschlands und Westeuropas zählen. Alte Buchen und Eichen mit knorrigen, skurrilen Wuchsformen erinnern an die Steineichenwälder in Mittelmeer-Regionen. Im Nationalpark Kellerwald, südlich des Edersees, wachsen ausgedehnte Altbuchen-Wälder, hier sind 6000 Hektar unter Schutz gestellt. Die Wildnis von morgen entsteht.

Der verschlungene Edersee leuchtet auf

Im Spätherbst sind die meisten Bäume entlaubt und immer wieder leuchtet der verschlungene, 27 km lange Edersee unter uns auf. Auf unserer ersten Etappe, die uns bis Hemfurth am südöstlichen Ende des Edersees führt, laufen wir durch Waldeck. Schon vorher konnten wir einen ersten Blick auf Schloss Waldeck erhaschen. Vom Burghof bietet sich ein imposanter Blick über den Edersee und seine südlichen Bergkuppen.Hinter der Staumauer bei Hemfurth laufen wir hinauf zum Waldhotel Dornröschenhöh, wo wir in schönen Zimmern übernachten und ein herrliches Frühstück am nächsten Morgen genießen können.

Umgestürzte Bäume, raschelndes Laub

Die zweite Etappe führt uns mit vielen Auf- und Abstiegen durch den Kellerwald, der über eines der größten zusammenhängenden Buchenwaldgebiete Deutschlands verfügt. Umgestürzte Bäume, raschelndes Laub und schöne Sichten auf den Edersee prägen diesen Abschnitt. In Herzhausen wollten wir eigentlich eine Busverbindung zu unserem Startpunkt Basdorf nutzen, aber der Fahrer der Linie 501.1 kannte diese Verbindung nicht, obwohl sie in der Fahrplanauskunft beschrieben wird,  und ließ uns an der Haltestelle stehen. Die Busverbindungen werden aber durch Anruf-Sammeltaxis ergänzt, sodass wir doch noch den Heimweg antreten konnten.

Fazit: Eine rundum gelungene Tour mit einigen Höhenmetern durch eine verzauberte Landschaft. Und das Schönste, wir waren zwei Tage völlig allein auf dem Steig unterwegs. Fünf Sterne!!!

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*
Website