Augenblicke

von Franz (Fotos) – Mit ihren wunderschönen Facettenaugen blicken die Libellen den Fotografen an, der ihnen entweder mit langem Teleobjektiv oder mit der Makrolinse nahekommt. Am Regenrückhaltebecken in Dortmund Mengede bin ich mit einem Libellenfachmann vom Nabu Dortmund unterwegs. Sein Interesse gilt eigentlich der in unseren Breitengraden seltenen Schabracken-Königslibelle, die er ein paar Tage vorher schon entdeckt hatte, die sich jetzt aber rar macht und nur einmal im Flug gesichtet werden kann. Dafür fliegen mir viele Kleine Blaupfeile vor die Linse, schön auch im Paarungsrad zu bewundern. Über uns vollführen Kiebitze ihre Flugkapriolen. Nach längerer Suche geben wir schließlich auf und machen an einem Entwässerungsgraben unterhalb des Kanals in Schwieringhausen weiter. Hier zeigen sich über hundert Südliche Blaupfeile. Michael, der Fachmann, ist total begeistert und ich natürlich auch. Im hohen Gras robbe ich mich langsam an ein Paarungsrad heran und bin froh, dass die beiden im Paarungsglück so schön still halten.

Großes Glück mit den Pechlibellen

Ein paar Tage zuvor war ich im Rombergpark unterwegs. Am Cafe Orchidee tummeln sich Königslibellen und Große Pechlibellen. An Schilfstängeln hängen verschiedene Larvenhüllen (Exuvien). Eine Pechlibelle lässt sich fotogen auf einer noch kegelförmig geschlossenen Seerose nieder.

Leuchtende Augen des Uhus

Am Abend bin ich dann mal wieder in den Hagener Steinbruch gefahren, um die jungen Uhus zu beobachten. Diesmal, weil es noch sehr warm war, kamen sie sehr zögerlich erst ab 21.30 Uhr aus der Deckung. Erst dann habe ich sie auch gesehen, ich hatte mein Fernglas vergessen. Tolles Gefühl, wenn man die Uhus dann endlich hinter Gebüsch im steilen Hang entdeckt und wenn dann die Augen im späten Sonnenlicht noch leuchten. Dann kurz vor 22 Uhr fliegt ein Jungtier geräuschlos über mir hinweg und lässt sich etwas tiefer im Felsen nieder. Bruder oder Schwester folgen kurz darauf. Sie krächzen, um ihre Eltern auf ihren Hunger aufmerksam zu machen und schaukeln dabei mit ihrem Kopf hin und her. Die Eltern gehen aber erst in der Nacht auf die Jagd. Für die Fotojagd einfach zu dunkel. Was für ein schöner Augenblick am Abend!

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